Aktuelles

Mali: "Voller Risse - voller Hoffnung"

Die Lage in Mali ist seit Jahrzenten sehr angespannt. Besonders der Norden ist von gewaltsamen Aufständen betroffen. Der ZFD und seine Partner suchen Auswege.

Aktion Zukunft 2018

Schüler treffen Flüchtlinge e.V.: Bewerbungsphase für das Seminar "Aktion Zukunft" für junge Menschen mit und ohne Fluchthintergrund eröffnet

Münchner Sicherheitskonferenz: forumZFD und MISEREOR fordern Vorrang für zivile Friedensförderung

Combatants for Peace erneut für Friedensnobelpreis nominiert

Das forumZFD gratuliert seiner langjährigen Partnerorganisation in Israel und Palästina zur erneuten Nominierung für den Friedensnobelpreis 2018

forumZFD zum Koalitionsvertrag: Wenig glaubwürdig - Ausbau ziviler Friedensförderung wiegt Aufrüstung und Rüstungsexporte nicht auf.

Visionen für den Frieden

Wie sind die Friedensprozesse im heutigen Bosnien und Herzegowina bisher verlaufen und was sind die Vorstellungen und Visionen für die Zukunft dieser Region? Diesen Fragen stellten sich 50 Referentinnen und Referenten sowie zahlreiche Gäste auf einer Veranstaltung des forumZFD in Sarajevo im Oktober 2017.

Abgeordnete und Zivilgesellschaft auf „Großbaustelle Nachhaltigkeit“

Deutschland ist noch weit von einer nachhaltigen Politik entfernt – zu diesem Ergebnis kamen die meisten Besucherinnen und Besucher des zweiten Kölner Nachhaltigkeits-Talks am 24. Januar in der Alten Feuerwache. Rund 80 Menschen folgten der Einladung des Bündnisses Kommunale Nachhaltigkeit Köln, des forumZFD und des Vereins KölnAgenda.

forumZFD fordert von der GroKo glaubwürdige Friedenspolitik

„Die nächste Bundesregierung muss sich glaubhaft für den Frieden einsetzen. Dazu brauchen wir eine Wende in der Rüstungsexportpolitik und einen klaren Vorrang für zivile Friedensförderung." erklärt forumZFD-Vorstand Oliver Knabe am 29.01.18.

Ergebnisse der Sondierungsgespräche enttäuschen

Mehr als 500 Menschen sind unserem Aufruf von Dezember gefolgt und haben Martin Schulz vor den Sondierungsgesprächen an die Wahlversprechen der SPD zu Frieden und Abrüstung erinnert. Nun liegen die enttäuschenden Ergebnisse der Sondierungsgespräche vor.

Interkommunale Fachtagung in Berlin

"Lokale Akteure vernetzen - Gemeinsam die Integrationsherausforderung von heute und morgen bewältigen". Zu diesem Thema kamen am 16. und 17. November ehemalige, aktuelle und zukünftige Projektpartner in Berlin zusammen, um sich auszutauschen und zu vernetzen.

Zweiter Kölner Nachhaltigkeitstalk am 24.1.2018: Großbaustelle Nachhaltigkeit

Beim zweiten Nachhaltigkeitstalk am 24. Januar möchten wir in der Alten Feuerwache den Bericht „Großbaustelle Nachhaltigkeit“ vorstellen. Mit zwei Herausgebern, Kölner Bundestagsabgeordneten und Ihnen möchten wir über die Erwartungen für die Nachhaltigkeitspolitik des neuen Bundestages und der nächsten Bundesregierung diskutieren.

Die unbekannte Seite von Silke Maier-Witt

Köln, 30.11.2017. Jörg Schleyer und Silke Maier-Witt haben mit ihrer Begegnung menschliche Größe bewiesen. Silke Maier-Witt reiste Anfang des Jahres 2000 als erste Friedensfachkraft des forumZFD in den Kosovo.

Das nachhaltige Entwicklungsziel 16 mess- und kontrollierbar machen

Wie kann die Umsetzung des Friedensziels 16 der globalen Nachhaltigkeitsagenda messbar gemacht und überprüft werden? Diese Frage stellt sich eine Veranstaltung von FriEnt und des forumZFD am 13. Dezember in Berlin.

Philippinen: Frieden auf Sendung – Medien gegen Extremismus und Gewalt

Im Rahmen des Online-Dossiers "Gewalt vorbeugen - das geht" berichtet der ZFD auf seiner Webseite von unserer Arbeit auf der philippinischen Insel Mindanao. Der Fokus liegt auf Kooperationsprojekten des forumZFD mit lokalen Organisationen im Bereich Friedensjournalismus.

Neue Kurse zur Zivilen Friedens- und Konfliktarbeit

Köln, 13.10.2017. Die Akademie für Konflikttransformation im forumZFD hat ihr neues Programm für 2018 veröffentlicht.

Auszeichnungen
  • Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 1997
  • Göttinger Friedenspreis 2005
  • Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung 2014
Kontakt

Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Am Kölner Brett 8, 50825 Köln

Tel.: 0221 91 27 32 - 0
kontakt@forumZFD.de
 

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE37370205000008240101
BIC: BFSWDE33XXX

Ansprechpartner

Richard Klasen

Referent Agenda 2030 und Friedenspolitik

Abteilung Kommunikation
Telefon: 
0221 91 27 32 - 37
E-Mail: 
klasenatforumZFD [dot] de



Abgeordnete und Zivilgesellschaft auf „Großbaustelle Nachhaltigkeit“

Deutschland ist noch weit von einer nachhaltigen Politik entfernt – zu diesem Ergebnis kamen die meisten Besucherinnen und Besucher des zweiten Kölner Nachhaltigkeits-Talks am 24. Januar in der Alten Feuerwache. Rund 80 Menschen folgten der Einladung des Bündnisses Kommunale Nachhaltigkeit Köln, des forumZFD und des Vereins KölnAgenda.

Im Zentrum der Veranstaltung standen zwei Fragen: Was hat die alte Bundesregierung in Bezug auf Nachhaltigkeit unternommen? Und was kann eine neue Bundesregierung besser machen? Dazu hatten die Organisatoren als Gäste Marie-Luise Abshagen (Forum Umwelt und Entwicklung) und Wolfgang Obenland (Global Policy Forum) eingeladen, die beide dem Redaktionsteam des zivilgesellschaftlichen Schattenberichts „Großbaustelle Nachhaltigkeit“ angehörten. In diesem Bericht klopfen 42 Autorinnen und Autoren die Politik der alten Bundesregierung nach ganz unterschiedlichen Themen der Bereiche Wirtschaft, Umwelt, Soziales, Frieden und Partnerschaft – also den fünf Dimensionen der globalen Nachhaltigkeitsagenda – ab. Die beiden Kölner Bundestagsabgeordneten Karsten Möring (CDU) und Katharina Dröge (Grüne) kommentierten die Einschätzungen aus Sicht von Regierung und Opposition.

Aktuelle Aufhänger gab es, vier Tage nach der SPD-Entscheidung für Koalitionsverhandlungen, genug. Stellvertretend für die vielen Themen, die zur Sprache kamen, seien drei wirtschaftpolitische Beispiele aus den Bereichen Rüstungspolitik, Verkehr und Agrar genannt.

So beherrschte der Einmarsch türkischer Truppen auf deutschen Panzern nach Syrien die Schlagzeilen. Der Bericht „Großbaustelle Nachhaltigkeit“ wusste laut Obenland schon 2017 zu berichten, dass sich die deutschen Lieferungen von Waffen und anderen Rüstungsgütern auf Rekordniveau befanden. Ein Großteil der Waffen gingen dabei an Regime, die Menschenrechte missachten, so die Autoren.

Karsten Möring erkannte Fehlentwicklungen in diesem Politikbereich, rückte die Waffenlieferungen in den Nahen Osten aber in einen geo- und bündnispolitischen Kontext, der in seinen Augen auch zu berücksichtigen wäre. Katharina Dröge wiederum sitzt zwar im für Rüstungsexporte zuständigen Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Dröge würde aber sehr begrüßen, wenn das Thema nicht primär aus ökonomischen Gesichtspunkten parlamentarisch kontrolliert würde. Stattdessen sollten Abgeordnete mit dem Schwerpunkt Außenpolitik in einem entsprechenden Ausschuss solche Exporte als Teil einer kohärenten Außenpolitik beleuchten. Deshalb forderte sie wie ihre Partei ein neues Rüstungsexportgesetz, bei dem die Bundesregierung Exporte etwa in Drittländer begründen müsste.

Ein weiteres von vielen sehr kontrovers diskutierten Themen war die Wirtschaftspolitik. Egal ob die Fusionen von Bayer und Monsanto zu einem von nur drei Agrarchemie-Riesen oder der Dieselgate-Skandal: Abshagen und Obenland wünschen sich eine die Verbraucher schützende Politik gegenüber der Industrie. Stattdessen stimme Landwirtschaftsminister Christian Schmidt auf EU-Ebene für die Verlängerung von Glyphosat und der VW-Skandal blieb in Deutschland juristisch quasi folgenlos. Das sei in den Augen der Herausgeber des „Großbaustelle Nachhaltigkeit“-Berichts kein Wunder, wenn führende Politiker nach ihrer politischen Laufbahn in die Auto-Industrie wechseln. Möring erinnerte daran, dass auch in Frankreich bei der Autoproduktion geschummelt wurde, während Dröge und Abshagen insgesamt die Fixierung der deutschen Verkehrspolitik auf das Auto beklagten.

In einem Punkt herrschte auf dem ersten Blick Einigkeit: Der Gefahr von Mega-Fusionen in der Agrarchemie-Branche in Form von Preisabsprachen könnte schon jetzt mit dem Kartellrecht begegnet werden. Wie erfolgversprechend das sei, darüber gingen die Meinungen bei Karsten Möring und Katharina Dröge aber wieder auseinander...

Bild: Nathalie Grychtol

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